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Mach' mal langsam...

Begriff und Trend kommen aus dem Angelsächsischen. Übersetzt bedeutet es, seine Arbeitszeit zu verringern. Doch Dr. Wiebcke Sponagel von Perspective Coaching in Frankfurt fokussiert auf die Motivation: "Ich sehe es als Reaktion auf das sprichwörtliche Hamsterrad im Beruf, auf den Leistungsdruck, dem viele heutzutage ausgesetzt sind." Es gibt verschiedene Varianten herunterzukommen: Das Spektrum reicht vom bezahlten Sabbatical über eine Reduktion der Überstunden und Teilzeitarbeit bis zum komplett neuen Job oder der Existenzgründung. Doch der Grund ist der gleiche: Viele Menschen stellen die Karriere viele Jahre über ihr Privatleben und definieren so ihren Erfolg. "Zu einem bestimmten Zeitpunkt blicken sie auf ihren Lebensweg und fragen sich, ob sie diesen so weiter beschreiten möchten", berichtet der Kölner Karriere-Coach Dr. Bernd Slaghuis. "Sie entwickeln den Wunsch nach einer Veränderung, denn sie haben meist das Gefühl, im Leben etwas zu verpasssen."

 

Mit einer weiter zunehmenden Beschleunigung der Arbeitsprozesse und steigenden Anforderungen an Führungskräfte wird das Downshifting im Beruf eine zunehmende Bedeutung gewinnen, meint die Wirtschaftspsychologin Sabine Siegl. "Manager sind für dieses Phänomen prädestiniert. Aber grundsätzlich kann jeder zum Downshifter werden. Es geht um überlastete Menschen. Und es geht um Menschen in Krisen", sagt die Präsidentin des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen in Berlin. Für sie ist der Begriff Downshifting ein neuer Name für ein altbekanntes Phänomen.

 

Quelle: Health@Work, Ausgabe 1/2013

Verfasst am 05.03.2013 von Kerstin Kölling

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